Vor einiger Zeit schlug mir eine Gerätelöschung via cmdlet über die Exchange-Powershell fehl. Das Gerät wurde zwar sauber aus dem AD-Container gelöscht (siehe ADSI-Editor), wurde aber weiterhin unter dem OWA/ECP des Benutzers und des Organisationsadmins angezeigt und ließ sich dort einfach nicht löschen (interner Fehler: Ex0FBD0C).
auch der Versuch eines device wiping (Remote-Gerätelöschung) schlug sowohl als Benutzer wie auch als Org-Admin fehl. In der Exchange-Management-Shell gab es das Device auch nicht mehr.
Mittels eines MAPI-Tools wird direkt auf die MAPI-Schnittstelle zugegriffen und man löscht den fehlerhaften Container. Etwas schwierig ist die Identifizierung der Device-ID. Wenn man aber die Eigenschaften der hinterlegten Devices im OWA/ECP öffnet findet man dort die Geräte-ID der funktionierenden bzw. aktiven Devices, so kann man einfach via Ausschlußerverfahren das richtige Gerät auswählen.
Outlook muss mit dem Exchange-Server verbunden sein und im Online-Mode laufen (->Konteneinstellungen>Exchange-Cache-Modus deaktivieren)
Das Tool MFCMAPI starten
In der Menüleiste "Session" wählen und darunter "Logon". Es sollte sich die Profilauswahl öffnen. Hier einfach das mit dem Active-Sync-Device verknüpfte Profil auswählen und "OK" klicken.
Doppelt auf das Postfach des entsprechenden Benutzers klicken. (Es öffnet sich ein neues Fenster)
Öffnen Sie das Wurzelverzeichnis "Root Container".
Suchen Sie den Container "ExchangeSyncData" und öffnen Sie dieses Wurzelverzeichnis ebenfalls.
Finden Sie den Container der die Device-ID des Gerätes hat, welches gelöscht werden soll und klicken Sie dieses mit der rechten Maustaste an.
Wählen Sie "Delete Folder"
Bestätigen Sie die Löschung.
Schließen Sie das Fenster und klicken Sie wieder auf den Menüpunkt "Session", wählen Sie Logoff.
Sie können das Programm nun schließen.
Melden Sie sich erneut im OWA/ECP an und prüfen Sie ob das Gerät nun nicht mehr angezeigt wird.
Über den Autor
Thomas Windscheif arbeitet bei excITe Consulting und ist langjähriger Berater im Bereich IT-Infrastruktur und Groupware. Sowohl Kleinunternehmen z. B. im Handwerk als auch der größere fertigende Mittelstand gehören zu seinem Projektumfeld. Im Wesentlichen gehören die Planung von Infrastruktur-Migrationen, Cloud-Lösungen (Microsoft 365), Groupware-Umgebungen (z. B. Exchange) und deren Umsetzung zu seinen Aufgaben. Insbesondere im Umfeld hybrider Identitätsumgebungen mit Entra Connect und den Möglichkeiten zur Härtung der IT-Landschaft konnte er in vielen Projekten Erfahrungen sammeln. Neues begeistert ihn aber ebenso und so unterstützt Thomas Windscheif auch bei themenfremden IT-Systemen, überall da wo er helfen kann.
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